Trends am Zinsmarkt (Blog)

Zinssteigerung trotz weiterhin lockerer Geldpolitik der EZB

In den letzten Wochen kam es zu Zinssteigerungen von 0,2% - 0,4% - je nach Kreditinstitut - und das, obwohl die EZB unbeirrt monatlich 60 Milliarden Euro frisches Geld in den Markt schießt. Einige führen die Zinssteigerung auf den Trump-Effekt zurück und auf die Reaktion im amerikanischen Markt. Solange die EZB jedoch darauf nicht reagiert, gibt es eigentlich noch keinen Grund zur Zinssteigerung - es muss also noch andere Ursachen geben... 

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Bleiben die Zinsen noch lange so niedrig?

Einfache Antwort: Zunächst ja! Die EZB tut alles, damit billiges Geld zur Genüge zur Verfügung steht. Wir bewegen uns praktisch am absoluten Tiefpunkt - und da die Banken auch etwas verdienen wollen geht es kaum noch tiefer. Die spannendere Frage ist jedoch - wie lange bleibt das noch so??? 

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Was ändert sich 2016?

Hinsichtlich der Entwicklung der Immobilienkreditzinsen wird allgemein erwartet, dass es einen moderaten Anstieg des Zinsniveaus geben wird. Damit wird die Finanzierung der eigenen Immobilie voraussichtlich etwas teurer - aber nicht teuer. Wenn man den historischen Vergleich heranzieht sind die derzeitigen und die zu erwartenden Zinsen immer noch sehr günstig. So liegt das Zinsniveau für die 10-jährige Zinsbindung immer noch meistens unter 2%, gegenüber  von vor fünf oder zehn Jahren, als die Zinsen mehr als doppelt so hoch waren und zu entsprechenden monatlichen Raten geführt haben.

 

Fördermittel werden angepasst - Baukosten werden steigen 2016 

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Zinsen gehen nochmal runter

Es gibt weiter gute Nachrichten für Leute, die gerade jetzt eine Finanzierung benötigen. Der EZB-Chef Mario Draghi hat in der letzten Woche deutlich gemacht, dass die EZB gewillt und dazu in der Lage ist alles zu tun, um die Konjunktur in den Euro-Ländern weiter zu unterstutzen. Wie das genau aussehen wird ließ er zwar (noch) offen, aber viele gehen davon aus...

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Wie geht es weiter mit den Zinsen?

Heute möchte ich wieder von der Zinsfront berichten. Wer in der zweiten Aprilwoche seine Finanzierung beantragt hat dürfte die bislang historisch tiefsten Zinsen erwischt haben. Danach ging es wieder bergauf - um immerhin etwa 0,8% bei der 10-jährigen Zinsbindung. Wie geht es nun weiter?...

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Wachstumsstimmung hellt sich auf

Die Deutsche Wirtschaft wird momentan durch fallende Ölpreise und den sinkenden Euro belebt. Der Ifo-Geschäftsindex ist zum zweiten mal gestiegen. Somit sind die Wirtschaftsaussichten als positiv zu bezeichnen. Ob dieser Aufschwung mit den geplanten Ankäufen von Staatsanleihen zusammenhängt darf aber bezweifelt werden... 

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Ist die Lage schlimmer als angenommen?

"Die Krise ist noch nicht dauerhaft, noch nicht nachhaltig überwunden", "Europa soll stärker aus der europäischen Staatsschuldenkrise hervorgehen, als es in sie hineingegangen ist". Dies sind nicht etwa Zitate der Bundeskanzlerin aus 2009 sondern aus den vergangenen Wochen...

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EZB folgt Vorbild USA

Bei der WM haben wir die USA geschlagen, weil wir einfach die bessere Mannschaft haben. Aber in der Geldpolitik ist das anders - zumindest Europa macht da alles nach, was die Amerikaner schon lange praktizieren - und Deutschland kann nur zusehen. Nach der Leitzinssenkung im letzten Monat bereiten Herr Draghi und seine EZB Ratsmitglieder längst...

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Erneute Zinssenkung der EZB

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins für die Europäische Union um 0,10% auf 0,15% gesenkt. Außerdem wurden weitere unkonventionelle Maßnahmen angekündigt, die um Laufe des Jahres umgesetzt werden sollen.

Ferner wurde erstmals in der Geschichte der EZB ein wichtiger Zins...

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Der steigende Euro zwingt zu Maßnahmen

EZB-Präsident Mario Draghi hat auf der Frühjahrstagung des internationalen Währungsfonds und der Weltbank gesagt, dass die Stärkung des Euro  gegenüber dem Wechselkurs des US-Dollar eine weitere Anpassung der Geldpolitik nötig macht.

Dies würde eine weitere Lockerung der Geldpolitik zu Folge haben, was laut Medienberichten weitere Anleihekäufe zur Folge hätte...

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Banken haben sich positioniert

Nach meiner letzten Einschätzung des Zinsmarktes sind die Zinsen zum Jahresende doch nochmal gestiegen um durchschnittlich 0,3%. Die Ursache dafür dürfte das traditionell starke Jahresendgeschäft sein. Die steigende Nachfrage nutzten die Banken aus, um ein wenig an der Zinsschraube zu drehen. Seit Mitte Januar...

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Die Zinsen im ruhigen Fahrwasser

Aus den USA kommen Signale, dass die Anleihekäufe nur sehr moderat gesenkt werden. Das hat die Märkte auch hier in Europa nehr als beruhigt. Während die Aktienmärkte (bis zum nächsten Crash) Stück für Stück nach oben steigen, bleibt es am Zinsmarkt weiter stabil.

Das einzige, was zu beobachten ist... 

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Zinsanstieg vorerst beendet

Das diesjährige Zinstal wurde Anfang Mai erreicht - danach stiegen die Zinsen im 10-jährigen Bereich bis Ende Juni um 0,5%. Danach gab es zwar noch einmal eine kleine Erholung, aber insgesamt stiegen die Zinsen noch einmal um 0,4%, so dass wir jetzt ein Zinsniveau haben, das um fast einen ganzen Prozentpunkt höher liegt, als beim absoluten Zinstief...

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Bernanke sorgt für höhere Zinsen

Der Anstieg der Anleihezinsen in den USA, aber auch bei uns, hat sich verstärkt, nachdem der USA-Notanbankchef Ben Bernanke angekündigt hat, die Anleihekäufe ab dem 2. Halbjahr 2013 zu drosseln und ab 2014 ganz einzustellen. Nach all den bankenfreundlichen Ankäufen, die eine hohe Liquidität und zinssenkende Unterstützung brachten, ist das eigentlich ein normaler Vorgang, denn ewig konnte das auch nicht weitergehen. Damit haben wir in Deutschland die Niedrigstzinsphase verlassen. Der momentane Zinssatz bei Baugeld ist binnen einer Woche um gut 0,3% angestiegen. Die ING-DiBA  hat gestern wieder reagiert und ihre Zinsen für alle Laufzeiten um diese 0,3% erhöht.

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Neue Risiken in der Euro-Zone

Ruft der nächste EU Beitritt die nächste Unsicherheit hervor?
Die Spekulationen sind in vollem Gange über die Auswirkungen der Aufnahme des nächsten EU Beitrittskandidaten. Mit Kroatien kommt ein weiter EU Partner, der nicht 100%tig einzuschätzen ist und der schon von der Presse zu großen Teilen vorverurteilt worden ist. Diese Entwicklung ist spürbar am Zinsmarkt. So sind die Zinsindikatoren bereits deutlich gestiegen in den letzten Tagen - eine gewisse Unsicherheit hat am Markt Einzug gehalten.

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EZB senkt Zinssatz zur Refinanzierung der Banken

Die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag letzter Woche den Bankenrefinanzierungszinssatz von 0,75 % auf 0,5 % erwartungsgemäß gesenkt. Das wirkt sich vor allem auf die kurzfristigen Laufzeiten aus. Mit dieser weiteren Verbeugung der EZB zugunsten der südeuropäischen Euroländer versucht man, weitere Spielräume zur Bankenrefinanzierung zu schaffen. Gegebenenfalls will man mit weiteren Zinssenkungen die Kreditmärkte unterstützen. Das Ergebnis ist fraglich, denn  die fehlenden Konjunkturpfeiler, die Behebung der Kreditklemme und die vorhandene Arbeitslosigkeit sind mit Zinssenkungen nicht zu beheben.  

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Auswirkungen der Zypern-Krise

Langsam wird es spannend am Zinsmarkt - fast alle Kommentatoren sind sich einig - tiefer wird es kaum gehen mit den Zinsen. Ob und wie weit es wieder hoch geht, das vermag keiner so recht sagen.

In Bezug auf die gerade erlebte Zypern-Krise schreibt ein Experte z.B. (Zitat):

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Zinssteigerung trotz weiterhin lockerer Geldpolitik der EZB

In den letzten Wochen kam es zu Zinssteigerungen von 0,2% - 0,4% - je nach Kreditinstitut - und das, obwohl die EZB unbeirrt monatlich 60 Milliarden Euro frisches Geld in den Markt schießt. Einige führen die Zinssteigerung auf den Trump-Effekt zurück und auf die Reaktion im amerikanischen Markt. Solange die EZB jedoch darauf nicht reagiert, gibt es eigentlich noch keinen Grund zur Zinssteigerung - es muss also noch andere Ursachen geben... 

...die man jedoch nur vermuten kann. Folgende Ursachen und Strömungen für ein baldiges Ende der Niedrigzinspolitik sind denkbar:

  • Claudi Borio, Leiter der Währungs- und Wirtschaftsabteilung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), hat eine mögliche Erklärung hierfür: "Es ist, als ob die Markteilnehmer beim Antizipieren und Gestalten der Zukunft die Initiative ergriffen und sich aus ihrer Abhängigkeit von jeder Äußerung und Handlung der Zentralbank befreit hätten." Das heißt faktisch, die EZB hat bald ihr Pulver verschossen - ihre Wirkung auf die Märkte wird immer geringer.
  • Das Ansteigen der Zinsen lässt sich aber auch auf die Prognosen zurückführen, dass eine Erweiterung der lockeren Zinspolitik, auf Grund der verbesserten konjunkturellen Lage, für immer unwahrscheinlicher gehalten wird.
  • Hinzu kommt die Sorge von Banken und Versicherern, dass ihre Ertragslage in diesem Zinsumfeld immer schwieriger wird - für diese System relevanten Markteilnehmer ist es schon beinahe existenziell, dass die Zinsen sich wieder in einen moderaten Bereich entwickeln müssen.

Eine konkrete Entwicklung der zinspolitischen Entscheidungen bleibt weiterhin schwer zu prognostizieren. Zinsbewegungen sind viel mehr refinanzierungspolitischen Entscheidungen zuzuschreiben, vor allem da momentan das alljährliche „Schließen der Bücher“ bevorsteht, was einen zusätzlichen Katalysator zum derzeitigen Anstieg der Zinsen darstellt.

 

Fakt ist, dass sich das derzeitige Zinsniveau immer noch nahe bei den historischen Tiefstständen bewegt. Wer also Ambitionen hat Wohneigentum zu erwerben und der dazu auch noch das Glück hat eine bezahlbare Immobilie zu finden, der sollte immer noch zuschlagen. Noch sind die Auswirkungen der Preissteigerungen der letzten Jahre nicht ganz so hoch, wie die Senkung der Zinsen. Das bedeutet, die Einsparungen an den Zinszahlungen (über die gesamte Kreditlaufzeit gerechnet) sind meistens noch höher, als der Mehrpreis, den man heute verglichen mit den Preisen von vor 4 - 5 Jahren bezahlt hat. 

Voraussetzung, ist man hat eine kluge Finanzierungsstrategie, die über die gesamte Laufzeit ein niedriges Zinsniveau sichert. 

Wer bisher mit mir finanziert hat, der weiß, wovon ich spreche...

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Bleiben die Zinsen noch lange so niedrig?

Einfache Antwort: Zunächst ja! Die EZB tut alles, damit billiges Geld zur Genüge zur Verfügung steht. Wir bewegen uns praktisch am absoluten Tiefpunkt - und da die Banken auch etwas verdienen wollen geht es kaum noch tiefer. Die spannendere Frage ist jedoch - wie lange bleibt das noch so??? 

Die Frage kann mit Sicherheit keiner genau beantworten. Fakt ist, die EZB hat zur Zeit wenig Spielraum, die Zinsen wieder zu erhöhen bzw. das Geld wieder knapper zu machen. Dazu geht es vor allem den südlichen Ländern einfach noch zu schlecht. Die niedrigen Zinsen helfen den nationalen Haushalten, überhaupt über die Runden zu kommen - eine Zinsanstieg würde sowohl der Konjunktur als auch vielen nationalen Haushalten schaden.

Wie so oft gibt es aber auch in dieser Sache ein Aber! Europa driftet immer weiter auseinander:

  • Großbritannien grüßt mit dem Brexit
  • Die osteuropäischen Staaten profitieren gern von der EU - halten aber nichts von der gemeinsamen Solidarität, wenn es z.B. um Flüchtlinge geht
  • In den Niederlanden, in Frankreich - auch in Österreich stellen die  Anti - Europa - Parteien schon die stärkste Kraft
  • Die Staaten in Süd-Europa schwächeln weiter - ein Ende ist nicht in Sicht

Der letzte Punkt kann m.E. in nicht all zu langer Zeit zu einem Umdenken führen und kann einen bedeutenden Einfluss auf die künftige Zinsentwicklung haben. Der Grund ist, dass die wirtschaftlich schwächeren Länder unter dem starken Euro leiden - der Euro ist für sie viel zu starkt - damit sind sie nicht konkurrenzfähig. Die EZB kann machen was sie will - mit ihrer Politik des billigen Geldes kann sie diesen Ländern trotzdem nicht nachhaltig helfen.

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Was ändert sich 2016?

Hinsichtlich der Entwicklung der Immobilienkreditzinsen wird allgemein erwartet, dass es einen moderaten Anstieg des Zinsniveaus geben wird. Damit wird die Finanzierung der eigenen Immobilie voraussichtlich etwas teurer - aber nicht teuer. Wenn man den historischen Vergleich heranzieht sind die derzeitigen und die zu erwartenden Zinsen immer noch sehr günstig. So liegt das Zinsniveau für die 10-jährige Zinsbindung immer noch meistens unter 2%, gegenüber  von vor fünf oder zehn Jahren, als die Zinsen mehr als doppelt so hoch waren und zu entsprechenden monatlichen Raten geführt haben.

 

Fördermittel werden angepasst - Baukosten werden steigen 2016 

Die nächste Stufe der Energiesparverordnung (EnEV) tritt im nächsten Jahr in Kraft - diese bestimmt, dass die Anforderungen an den Primärenergiebedarf um 25% angehoben werden. Das dürfte eine Steigerung der Baukosten nach sich ziehen, um diesen Anforderungen tatsächlich gerecht zu werden (z.B. durch  eine bessere Dämmung).

 

Im Gegenzug wird ab April 2016 der Förderhöchstbetrag im KfW-Programm "Energieeffizientes Bauen" von derzeit 50.000 € auf 100.000 € heraufgesetzt. Das KfW-Effizienzhaus 70 ist dann jedoch nicht mehr förderfähig, da es durch die EnEV ab 2016 zum neuen Standard erklärt wird. Wer also noch die KfW-Förderung für ein geplantes KfW70-Haus erhalten möchte, der sollte seinen Kreditantrag bis Ende März 2016 stellen.

 

Tilgungszuschuss erhalten

 

Die Möglichkeit Tilgungszuschüsse zu erhalten wird sich 2016 verbessern. So können Hausbesitzer 2016 im Rahmen des Programms "Energieeffizient Sanieren" solche Zuschüsse erhalten, z.B. wenn Sie:

  • eine Lüftungsanlage einbauen und gleichzeitig die Dämmung verbessern, 
  • ihre Heizung austauschen oder
  • die Wärmeverteilung optimieren.

Wenn Sie Ihr Haus umbauen und es vor Einbruch schützen und/oder barrierefreies Wohnen ermöglichen sind Sie ebenfalls förderfähig. Das Förderprogramm für solche Maßnahmen heißt "Altersgerecht Umbauen".

 

Richtlinie für Wohnimmobilienkredite und Mietpreisbremse

 

Die Vergabe von Wohnimmobilienkrediten soll in Zukunft noch transparenter, qualitativ hochwertiger und kundenfreundlicher werden.. Dazu muss bis zum März 2016 die EU-Richtlinie für Wohnimmobilienkredite in deutsches Recht umgesetzt werden. So werden z.B. an Information und Dokumentation künftig neue Anforderungen gestellt. Für mich nichts Neues - das praktiziere ich bereits zum größten Teil und sogar darüber hinaus - insofern ist das für meine Kunden nicht wirklich neu ;-).

 

Kapitalanleger müssen sich im Rahmen der sogenannten Mietpreisbremse auf weitere Änderungen einstellen. Das Justizministerium plant z.B. dass nur noch acht statt wie bisher elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Miete umgelegt werden können. Somit müssen wohl etliche Kapitalanleger ihre Kalkulation der Mietrendite entsprechend anpassen.  

 

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Zinsen gehen nochmal runter

Es gibt weiter gute Nachrichten für Leute, die gerade jetzt eine Finanzierung benötigen. Der EZB-Chef Mario Draghi hat in der letzten Woche deutlich gemacht, dass die EZB gewillt und dazu in der Lage ist alles zu tun, um die Konjunktur in den Euro-Ländern weiter zu unterstutzen. Wie das genau aussehen wird ließ er zwar (noch) offen, aber viele gehen davon aus...

dass es eine Erweiterung des Anleihe-Kaufprogramms geben wird. Damit verbunden ist, dass die Banken keine Schwierigkeiten haben werden an billiges Geld zu kommen. Das soll der Wirtschaft helfen, hilft aber noch mehr diejenigen, die jetzt eine Immobilie finanzieren möchten.

Im Grunde genommen ist es eine Umverteilung in nie gekanntem Ausmaß. Diejenigen, die Geld auf die hohen Kante legen haben kaum noch eine Rendite - mittel- und langfristig kommt es zur schleichenden Vernichtung von Vermögen - praktisch eine enteignung. Andererseits freuen sich Kreditnehmer, Unternehmen und der Staat, die durch die künstlichen und nicht marktgerechten Maßnahmen begünstigt werden. Welche Auswirkungen das mal in der Zukunft haben wird, das ist ein ganz anderes Blatt - daran wollen wir momentan gar nicht denken...

Bis auf Weiteres also beste Finanzierungsbedingungen und für die, die Immobilieneigentum anpacken wollen eine gute Zeit zu handeln - gäbe es da nicht vielerorts einen Engpass beim Angebot passender Immobilien...

Ob die Zinsen noch einmal die Tiefstwerte von Anfang April 2015 erreichen werden, bleibt abzuwarten - aber weit weg davon ist man nicht mehr. Insofern ist es also auch für diejenigen, die in absehbarer Zeit (1 bis 3 Jahre) eine Anschlussfinanzierung benötigen ein guter Grund, sich auch damit auseinander zu setzen. Bei Bedarf - einfach bei mir melden...


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Wie geht es weiter mit den Zinsen?

Heute möchte ich wieder von der Zinsfront berichten. Wer in der zweiten Aprilwoche seine Finanzierung beantragt hat dürfte die bislang historisch tiefsten Zinsen erwischt haben. Danach ging es wieder bergauf - um immerhin etwa 0,8% bei der 10-jährigen Zinsbindung. Wie geht es nun weiter?...

Aus meiner Sicht kann das Zinsniveau durchaus kurzfristig noch etwas ansteigen, schließlich ist ja scheinbar mit dem Griechenland-Kompromiss eine Lösung gefunden worden und Europa kann aufatmen und es kehrt vielleicht wieder etwas Ruhe ein nach den bevorstehenden Verhandlungen. Sollte sich die Wirtschaft der südlichen Staaten in Europa nach und nach erholen, dann ist davon auszugehen, dass sich dann auch das Zinsniveau wieder erhöht - soweit das Wunschdenken der Politiker, die die Geschicke Europas lenken.

Meine persönliche Meinung ist, dass uns Griechenland (und sicher noch das eine oder andere Land in Europa) noch weiter beschäftigen wird. Dafür sind die Entwicklungsstände der Euroländer einfach zu unterschiedlich. Es fehlt an dem einheitlichen Willen, Nägel mit Köpfen zu machen und die Währungsunion zu ergänzen um eine politische Union. Außerdem müssten die Steuer- Finanz- und Sozialstandards angeglichen werden. Somit dürfte der Rahmen für weitere Zinssteigerungen relativ begrenzt sein.

Die EZB kann es sich gar nicht leisten die Zinsen einfach dem Markt zu überlassen, bei einem "normalen" Zinsniveau von 4% oder gar 5 % würden sofort wieder einige Länder große Probleme bekommen und selbst die Bundesregierung könnte dann ihre schwarze Null im Staatshaushalt wieder vergessen. Die Baugeldzinsen sind auch heute noch sehr günstig - eine vernünftige Finanzierung ist immer noch, abhängig von der Bonität und des vorhandenen Eigenkapitals, weit unter 3% zu haben  - bei kurzen Zinsbindungen immer noch unter 2%. Selbst wenn sich der Anstieg der Zinsen noch ein wenig fortsetzt - es wird nicht viel über 3% ansteigen und vielleicht auch mal wieder sinken. Aber darauf würde ich mich nicht verlassen.

Um noch einmal auf Griechenland zurück zu kommen: In den ganzen Jahren hat es in dem Land keine Regierung, kein Druck von außen und auch keine finanzielle Unterstützung vermocht, dass ein funktionierendes Kataster- und Steuerwesen aufgebaut werden konnte. Steuern zu zahlen ist gerade in weiten teilen der Leistungsträger des Landes und auf den griechischen Inseln verpönt und wird als Zumutung empfunden. Da werden also weitere 80 Milliarden in ein tiefes Loch geworfen - das Geld soll ausgerechnet durch Privatisierungen und einen Treuhandfonds teilweise zurück gezahlt werden. Das hat schon in der ehemaligen DDR mit der Treuhand  nicht funktioniert. Die hat statt Guthaben einen riesigen Schuldenberg hinterlassen. Wie soll es da in einem System funktionieren, das noch undurchschaubarer ist? Niemand vermag das was da abläuft zu kontrollieren. Also wird das letzte Tafelsilber Griechenlands verscherbelt an die, die eigentlich schon genug haben  - aber dem Land ist damit sicherlich nicht geholfen. Wetten dass da viel weniger Geld bei raus kommt, als man kalkuliert hat? Wieso ausgerechnet Deutschland diesen Vorschlag durchgedrückt hat, ist wirklich nicht zu verstehen.

Griechenland war und ist nicht reif für den Euro und man sieht auch keine Perspektive oder gar den Willen, dass sich da wirklich etwas in den grundlegenden Dingen und der Einstellung ändern wird. Mit Sparen wird man da nicht mehr weit kommen. Die unendliche Geschichte wird also weitergehen. 

Das einzig Gute daran ist - solange das so ist wird der Zinsmarkt auf niedrigem Niveau bleiben - und das ist gut für Leute, die z.B. in die eigenen 4 Wände investieren wollen und dies auch können. Packen wir es also an für die, die noch planen - in jeder Krise liegt eine Chance. Die Eigentumsquote in Deutschland sollte in den nächsten Jahren aufgrund der moderaten Zinsen weiter ansteigen. 

Sollten dann später die Zinsen wieder steigen, dann werden allerdings etliche Eigentümer Ihre Immobilie wieder verlieren. Ich denke, meine Kunden werden nicht dazu gehören ;-)

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Wachstumsstimmung hellt sich auf

Die Deutsche Wirtschaft wird momentan durch fallende Ölpreise und den sinkenden Euro belebt. Der Ifo-Geschäftsindex ist zum zweiten mal gestiegen. Somit sind die Wirtschaftsaussichten als positiv zu bezeichnen. Ob dieser Aufschwung mit den geplanten Ankäufen von Staatsanleihen zusammenhängt darf aber bezweifelt werden... 

...Es wäre der größte Anleiheankauf der Geschichte. Allerdings dürfte diese Maßnahme ein zweites Gesicht haben, denn es handelt sich quasi um die Einführung von Eurobonds durch die Hintertür, denn diese Maßnahme hat zur Folge, dass eine Gemeinschaftshaftung aller Euroländer für die schwachen Euro-Staaten entsteht. Das war im Maastricht-Vertrag eigentlich ausgeschlossen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Bundesregierung dazu verhalten wird. Sollte sich dieses Szenario durchsetzen wäre das der endgültige Beleg dafür, dass frühere Verträge immer mehr zur Makulatur werden - das dürfte die Politik- und Europaverdrossenheit weiter bestärken und ist Wasser auf die Mühlen der Europa-Gegner.

Eine Prognose der weiteren Zins-Entwicklung ist fast unmöglich. An der aktuellen Fiskalpolitik wird sich kurzfristig nichts ändern., so dass weiterhin allgemein mit gleichbleibenden Zinsen gerechnet wird. Langfristig muss allerdings wieder mit steigenden Zinsen kalkuliert werden - das wird mit den langen Laufzeiten beginnen und dann langsam auch auf die kürzeren Laufzeiten durchschlagen. 

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Ist die Lage schlimmer als angenommen?

"Die Krise ist noch nicht dauerhaft, noch nicht nachhaltig überwunden", "Europa soll stärker aus der europäischen Staatsschuldenkrise hervorgehen, als es in sie hineingegangen ist". Dies sind nicht etwa Zitate der Bundeskanzlerin aus 2009 sondern aus den vergangenen Wochen...

...Es ist somit nicht mehr auszuschließen, dass Deutschland von den aktuellen Auswirkungen betroffen sein wird. Das Hauptaugenmerk bleibt allerdings weiter auf Frankreich und Italien gerichtet.

Zwischenzeitlich wurde auch die offizielle Wirtschaftsprognose für Deutschland durch  Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel angepasst. Für das Jahr 2014 wurde das Wirtschaftswachstum um 0,6% auf 1,2% korrigiert, für 2015 sogar von 2,0% auf 1,3%. Dies ist zwar keine neue Erkenntnis, aber durchaus ein weiterer Indikator, dass die Maßnahmen der EZB noch lange nicht die gewünschten bzw. erhofften Erfolge erzielen.

Daher hat die EZB unter Mario Draghi letzte Woche mit dem gezielten Ankauf von Pfandbriefen begonnen. Weiter ist auch eine Entlastung der Banken-Bilanzen durch den Ankauf von Unternehmensanleihen in den Kreis der Möglichkeiten aufgenommen. Dies soll allerdings frühestens Anfang 2015 erfolgen. Durch diese erneute Lockerung der Geldpolitik soll die Konjunkturflaute weiter, noch intensiver bekämpft werden. All diese Maßnahmen verfolgen nur ein Ziel: mehr Geld für die Wirtschaft.

In diesem Zuge wäre dann mit steigenden Zinsen zu rechnen, sofern diese Maßnahme den Durchbruch und somit die erhoffte Trendwende einläutet. Wer also noch zögert, sollte jetzt handeln - weitere Zinssenkungen sind nicht nur unwahrscheinlich, sondern schlichtweg kaum noch möglich.

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EZB folgt Vorbild USA

Bei der WM haben wir die USA geschlagen, weil wir einfach die bessere Mannschaft haben. Aber in der Geldpolitik ist das anders - zumindest Europa macht da alles nach, was die Amerikaner schon lange praktizieren - und Deutschland kann nur zusehen. Nach der Leitzinssenkung im letzten Monat bereiten Herr Draghi und seine EZB Ratsmitglieder längst...

...den nächsten Schritt zur Lockerung der Geldpolitik vor im Stile der amerikanischen Notenbank. Die EZB bereitet sich darauf vor erst private und dann möglicherweise auch öffentliche Wertpapiere aufzukaufen, um Kreditwachstum und Inflation im Euroraum anzukurbeln. Schuld sind der geringe Preisdruck (verbunden mit einer möglichen Deflation) sowie die lahmende Konjunkur - besonders in Südeuropa.

Der Widerstand gegen den Kauf von privaten und auch öffentlichen Anleihen ist besonders in Deutschland groß und das aus folgenden Gründen:

  • die Wirkung dieser drastischen Maßnahme wird bezweifelt
  • eine zusätzliche Liquiditätsschwemme birgt ein zu großes Risiko - z.B. Blasenbildung an den Aktien und Immobilienmärkten.

Wie es aussieht wird dieser deutsche Widerstand Herrn Draghi und seinen Mitstreitern nicht großartig beeindrucken.

Es bleibt also vorerst dabei - der Fluch der Sparer ist der Segen der Immobilienbesitzer. Der Wert von Immobilienbesitz steigt vor allem hier im Ballungszentrum von Berlin und seinem sogenannten Speckgürtel. Und daran dürfte sich in den kommenden Monaten auch nichts ändern. 

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Erneute Zinssenkung der EZB

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins für die Europäische Union um 0,10% auf 0,15% gesenkt. Außerdem wurden weitere unkonventionelle Maßnahmen angekündigt, die um Laufe des Jahres umgesetzt werden sollen.

Ferner wurde erstmals in der Geschichte der EZB ein wichtiger Zins...

...der sogenannte Einlagenzins , unter 0 % auf minus 0,10 % gesenkt. Mit dem Einlagenzins können Geschäftsbanken bei Notenbanken ihre eigenen Einlagen anlegen - das sind praktisch die Gelder, über die die Geschäftsbanken verfügen könnten (z.B. zur Kreditvergabe an Unternehmen), was aber zunehmend weniger passiert. Somit haben wir erstmals in der Europäischen Union einen Negativzins. Dieser soll also die Geschäftsbanken dazu zwingen, ihre Einlagen wieder in den Markt zurückzuführen. Somit soll erreicht werden, dass die Wirtschaft durch "künstlichen" Konsum angekurbelt wird. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten. Einen Nebeneffekt hat aber die Maßnahme. Diese Entscheidung der EZB drückt den Euro-Kurs an den Devisenmärkten und das kann zu positiven Auswirkungen auf den Export führen.

Aber EZB-Chef Draghi hat noch eine Geheimwaffe für die Aktivierung der Wirtschaft im Köcher, die sogenannte "Dicke-Bertha-Kreditkanone".  Damit will die EZB den Geschäftsbanken im September und im Dezember die Gelegenheit geben, sich jeweils Geld zu leihen für eine Laufzeit von 4 Jahren. Das gab es schon einmal. da konnten die Banken mit dem Geld machen was sie wollten. Jetzt sollen die Gelder allerdings zweckbestimmt werden. Z.B. soll ausgeschlossen, dass mit den Mitteln öffentliche Haushalte finanziert werden oder Immobilienkredite damit ausgereicht werden. Das Geld soll den Unternehme zu Gute kommen, die bisher kaum Zugang zu frischen Geldern hatten. Es wird insgesamt mit einem Volumen von 400 Milliaren Euro gerechnet mit dem Ziel die Wirtschaft nachhaltig anzukurbeln und die Deflation damit zu bekämpfen. Der Sparer soll hingegen nicht enteignet werden. heißt es - auch wenn es de facto der Fall ist.

Es ist jedoch schon jetzt erkennbar, dass weder die Leizinssenkung noch die Geld-Kanone einen großen Einfluss haben auf die Konditionen der Immobilienkredite, denn die Preissenkung war in den letzten Wochen bereits in den Markterwartungen enthalten. Es gilt also in der jetzt beginnenden Sommerzeit sich die momentan historisch niedrigen Zinsen zu sichern für diejenigen, die einen Immobilienerwerb oder Neubau planen und für diejenigen, die in absehbarer Zeit eine Anschlussfinanzierung benötigen.

 

 

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Der steigende Euro zwingt zu Maßnahmen

EZB-Präsident Mario Draghi hat auf der Frühjahrstagung des internationalen Währungsfonds und der Weltbank gesagt, dass die Stärkung des Euro  gegenüber dem Wechselkurs des US-Dollar eine weitere Anpassung der Geldpolitik nötig macht.

Dies würde eine weitere Lockerung der Geldpolitik zu Folge haben, was laut Medienberichten weitere Anleihekäufe zur Folge hätte...

...Von 1.000 Milliarden Euro ist die Rede - welch eine gigantische Zahl.

Hintergrund hierfür ist die derzeit deutlich unter den angepeilten zwei Prozent liegende Inflationsrate, die von der EZB angestrebt wird.

 

Laut Aussagen von Draghi befindet sich die Währungsunion in einem Aufschwung - der moderat ist und entsprechend weitergehen wird. Grundlage dafür ist die sehr förderliche Geldpolitik, die die anhaltend starke Binnennachfrage stützt.

Als Problem in diesem Zusammenhang ist allerdings die nach wie vor hohe Arbeitlosigkeit im Süden Europas zu sehen. Da ist allenfalls von einer "Stabilisierung" die Rede, aber noch nicht von einer Besserung.

 

Das bedeutet wohl, dass uns das Zinstief noch eine Weile erhalten bleiben wird - zumindest die nächsten Monate. Wer noch etwas vor hat, sollte es also jetzt tun, eigentlich kann es mittelfristig nur noch nach oben gehen.

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Banken haben sich positioniert

Nach meiner letzten Einschätzung des Zinsmarktes sind die Zinsen zum Jahresende doch nochmal gestiegen um durchschnittlich 0,3%. Die Ursache dafür dürfte das traditionell starke Jahresendgeschäft sein. Die steigende Nachfrage nutzten die Banken aus, um ein wenig an der Zinsschraube zu drehen. Seit Mitte Januar...

...hat sich das alles wieder relativiert - die Zinsen sind wieder nach und nach gesunken und haben Anfang Februar mit dem vorläufigen Tiefpunkt das Niveau von vor Weihnachten wieder erreicht. Seit dem ist wieder ein leichter Anstieg zu beobachten.

Insgesamt ist der Zinsmarkt damit noch recht ruhig. Die Banken haben sich für das Jahr 2014 zinsmäßig in Stellung gebracht, um einen guten Start zu erwischen, wenn die Nachfrage wieder ansteigt. Auch inhaltlich tut sich einiges. Anstatt auf Zinsdumping setzen viele Banken auf zusätzlichen Service und Freiheiten, wie z.B. eine höhere mögliche Sondertilgung, mehrmaliger Tilgungssatzwechsel, Rabatte für Kinder und Familien oder gegen einen geringen Aufschlag die Option das Darlehen früher zurück zahlen zu können. Das kann manchmal mehr wert sein, als ein um ein Zehntel besserer Zinssatz.

Ich rechne damit, dass der niedrige Zinstrend noch bis zur Jahresmitte anhält. Wenn jedoch die Nachfrage wieder steigt, womit ab März zu rechnen ist, dann kann das Zinsniveau auch wieder etwas ansteigen - bei den längeren Zinsfestschreibungen mehr als bei den kurzen.... 

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Die Zinsen im ruhigen Fahrwasser

Aus den USA kommen Signale, dass die Anleihekäufe nur sehr moderat gesenkt werden. Das hat die Märkte auch hier in Europa nehr als beruhigt. Während die Aktienmärkte (bis zum nächsten Crash) Stück für Stück nach oben steigen, bleibt es am Zinsmarkt weiter stabil.

Das einzige, was zu beobachten ist... 

ist die Tatsache, dass sich die Differenz zwischen der 10-jähringen Zinsbindung und der 15-jährigen Zinsbindung tendentiell weiter auseinander geht. Zur Zeit liegt der Unterschied bei 0,5% bis 0,6%. Noch am Jahresanfang waren es um die 0,3% herum. Das bedeutet, dass genau abzuwägen ist, ob man eine langfristige Zinsbindung wählt oder doch die kürzere über 10 Jahre. Denn das was man einspart in der kürzeren Laufzeit kann dann zusätzlich in die Tilgung fließen.

Es bleibt aber das Problen, welches Zinsniveau erwartet uns in 10 Jahren. Liegt der Zins dann bei 4,5% oder drüber, dann könnte es ein Problem geben, weil die künftige monatliche Rate dann den Rahmen sprengen kann. Natürlich kann ich Ihnen auch hier mehrere Varianten anbieten und diese vergleichen, so dass wir mit Sicherheit den für Sie besten Weg zu finden.

 

Aber um wieder auf das Zinsniveau zurück zu kommen - ich erwarte im ersten Quartal 2014 keine großen Überraschungen - Sie können das Weihnachtsfest in aller Ruhe genießen ;-)

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Zinsanstieg vorerst beendet

Das diesjährige Zinstal wurde Anfang Mai erreicht - danach stiegen die Zinsen im 10-jährigen Bereich bis Ende Juni um 0,5%. Danach gab es zwar noch einmal eine kleine Erholung, aber insgesamt stiegen die Zinsen noch einmal um 0,4%, so dass wir jetzt ein Zinsniveau haben, das um fast einen ganzen Prozentpunkt höher liegt, als beim absoluten Zinstief...

Dieser Trend scheint jetzt aber gestoppt zu sein. Wir beobachten jetzt wieder einen leichten Rückgang. Das hängt damit zusammen, dass sich die Notenbankpolitiker in absehbarer Zeit weiter gezwungen sehen, frisches Geld in den Markt zu pumpen. Noch weniger ist daran zu denken, dieses viele Geld auch wieder einzusammeln. 

Es ist aber nicht zu erwarten, dass die Zinsen wieder soweit zurückgehen, dass bereits gesehene Tiefststände wieder erreicht werden. Es wird eher damit gerechnet, dass die Zinssätze auf dem jetzigen Niveau bleiben werden - kurze moderate Ausschläge nach oben oder unten sind natürlich nie auszuschließen.

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Bernanke sorgt für höhere Zinsen

Der Anstieg der Anleihezinsen in den USA, aber auch bei uns, hat sich verstärkt, nachdem der USA-Notanbankchef Ben Bernanke angekündigt hat, die Anleihekäufe ab dem 2. Halbjahr 2013 zu drosseln und ab 2014 ganz einzustellen. Nach all den bankenfreundlichen Ankäufen, die eine hohe Liquidität und zinssenkende Unterstützung brachten, ist das eigentlich ein normaler Vorgang, denn ewig konnte das auch nicht weitergehen. Damit haben wir in Deutschland die Niedrigstzinsphase verlassen. Der momentane Zinssatz bei Baugeld ist binnen einer Woche um gut 0,3% angestiegen. Die ING-DiBA  hat gestern wieder reagiert und ihre Zinsen für alle Laufzeiten um diese 0,3% erhöht.

Es ist zur Zeit nicht abzusehen, dass die Zinsen in der nächsten Wochen wieder so tief nach unten gehen, wie wir sie letztens hatten - vielmehr spricht die Entwicklung für eine behutsame Zinswende. Das bedeutet, die Zinsen können in den nächsten Wochen und Monaten durchaus weiter um ein paar Zehntel nach oben gehen. Dennoch bleibt das Umfeld angesichts der immer noch weitestgehend ungelösten Probleme im Euroraum angespannt, so dass sich die Zinsen wieder auf einem etwas höherem Niveau einpegeln werden. Nur schade für diejenigen, die jetzt die absolut niedrigen Zinsen verpasst haben...

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Neue Risiken in der Euro-Zone

Ruft der nächste EU Beitritt die nächste Unsicherheit hervor?
Die Spekulationen sind in vollem Gange über die Auswirkungen der Aufnahme des nächsten EU Beitrittskandidaten. Mit Kroatien kommt ein weiter EU Partner, der nicht 100%tig einzuschätzen ist und der schon von der Presse zu großen Teilen vorverurteilt worden ist. Diese Entwicklung ist spürbar am Zinsmarkt. So sind die Zinsindikatoren bereits deutlich gestiegen in den letzten Tagen - eine gewisse Unsicherheit hat am Markt Einzug gehalten.

Die Entwicklungen lassen weiterhin vermuten, dass ein neuer Sanierungsstaat auf Europa zukommt. Auch Slowenien steht heute unter ähnlichen Voraussetzungen wie Zypern vor ca. 2 Jahren. Auch in Slovenien ist der Bankensektor zu groß und zu ausgeprägt für ein wirtschaftlich sonst schwaches Land. Die EU stellt sich bereits auf weiteren Liquiditätsbedarf ein. Ergo wird in den die nächsten Wochen und Monaten versucht werden, die bereits deutlich gestiegene Geldmenge wieder zu verkleinern.  Damit verschafft sich die EZB wieder Liquidität, um gerüstet zu sein.

Für zukünftige Immobilienbesitzer kann das bedeuten, dass die Zinsen kurz bis mittelfristig  steigen werden - wie viel kann natürlich niemand vorhersagen. Daher meine Empfehlung, die Zinsen so schnell wie möglich zu einem attraktiven Zinssatz zu sichern.

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EZB senkt Zinssatz zur Refinanzierung der Banken

Die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag letzter Woche den Bankenrefinanzierungszinssatz von 0,75 % auf 0,5 % erwartungsgemäß gesenkt. Das wirkt sich vor allem auf die kurzfristigen Laufzeiten aus. Mit dieser weiteren Verbeugung der EZB zugunsten der südeuropäischen Euroländer versucht man, weitere Spielräume zur Bankenrefinanzierung zu schaffen. Gegebenenfalls will man mit weiteren Zinssenkungen die Kreditmärkte unterstützen. Das Ergebnis ist fraglich, denn  die fehlenden Konjunkturpfeiler, die Behebung der Kreditklemme und die vorhandene Arbeitslosigkeit sind mit Zinssenkungen nicht zu beheben.  

Die Rendite bleibt deshalb in Deutschland unverändert freundlich, immer aus der Sicht des Kreditnehmers. Die 10-jährige Bundesanleihe wirft noch eine Rendite von 1.24 % ab. Unterstützt wir dies durch freundliche Arbeitsmarktzahlen in den USA und eine unverändert liquide Geldpolitik durch die amerikanische Notenbank.

Das Zinsniveau hat noch einmal etwas nachgegeben - beste Bedingungen also, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass es nicht so einfach ist, ein passendes Objekt zu finden. Oftmals ist da die Neubauvariante die bessere Option. Gerade bzw. auch in diesem Bereich können Sie auf meine langjährige Erfahrung zurückgreifen - Anruf genügt ;-)

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Auswirkungen der Zypern-Krise

Langsam wird es spannend am Zinsmarkt - fast alle Kommentatoren sind sich einig - tiefer wird es kaum gehen mit den Zinsen. Ob und wie weit es wieder hoch geht, das vermag keiner so recht sagen.

In Bezug auf die gerade erlebte Zypern-Krise schreibt ein Experte z.B. (Zitat):

"Das was in Zypern passiert ist begünstigt sicher den allgemeinen Trend, in die bestehenden sicheren Werte, wie z.B. deutsche Staatsanleihen zu investieren. Diesen momentanen Trend bekommen wir auf dem Zinsmarkt jedoch nur eingeschränkt zu merken, da viele Banken die aktuelle, minimale Zinssenkung nicht weitergeben. In der aktuellen Marktsituation gehen wir davon aus, dass keine weiteren Zinssenkungen zu erwarten sind und kurz bis mittelfristig die Zinsen eher nach oben tendieren werden."

Jeder kann daraus seine eigenen Schlüsse ziehen, in die Zukunft schauen kann jedoch niemand wirklich...

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